News Archiv 2015

Clivia Koch in der 20-Minuten vom 28.04.2015

Nicht die veremintlich dauergestressten Manager sondern Frauen sind überdurschnittlich oft von Burnouts betroffen. Clivia Koch, Präsidentin der Wirtschaftsfrauen Schweiz, äussert sich gegenüber 20-Minuten zu diesem Phänomen.

«Das erstaunt mich nicht», sagt Clivia Koch, Präsidentin der Wirtschaftsfrauen Schweiz. «Frauen sind eher in ausführenden Positionen anzutreffen und neigen zu Perfektionismus.» Auch seien sie oft Machtkämpfen ausgesetzt. Fehlende Anerkennung und grosser Druck. Ein weiterer Grund: «Frauen bekommen nicht die Anerkennung, die sie verdienen», sagt Clivia Koch. Frauen würden gerne für ihre Leistung gelobt. Ausserdem sei die härtere Wirtschaftslage auch in den klassischen Büroberufen spürbar. «Je schlechter es einem Unternehmen geht, desto härter wird der Führungsstil», so Koch.

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Damit hätten gerade Frauen Mühe, weil sie sehr dienstleistungs- und personenbezogen seien. Kommt zur mangelnden Anerkennung und dem autoritären Führungsstil noch die Kontrollsucht des Chefs dazu, werde der Stress sehr gross. «Nur wenige Frauen schaffen es, eine E-Mail am Wochenende zu ignorieren», weiss Koch. Sie fühlten sich verpflichtet zu antworten. «Wenn die Kinder schreien, sind die Frauen gleich zur Stelle.» Beim Chef sei das nicht anders.

(ganzen Artikel auf 20-Minuten online lesen)

Am vergangenen Dienstag hat der Arbeitgeberverband eine Liste von 400 Frauen präsentiert, die sich für ein Verwaltungsratsmandat qualifizieren. Der Verband sieht keine Notwendigkeit für eine "weiche" Frauenquote, wie sie vom Bundesrat vorgeschlagen wurde. Clivia Koch, Präsidentin der Wirtschaftsfrauen Schweiz, äussert sich gegenüber der NZZ kritisch zur Liste vom Arbeitgeberverband.

"Aus Sicht von Clivia Koch, Präsidentin der Wirtschaftsfrauen Schweiz, ist die Publikation des Arbeitgeberverbandes dennoch problematisch. Sie sei nicht fair gegenüber allen anderen fähigen Frauen, die nicht darin erscheinen würden. Zudem sollten nicht solche Listen im Vordergrund stehen, sondern die Rahmenbedingungen für erwerbstätige Frauen verbessert werden."

(NZZ online vom 21.04.2015)

Wie der Tages Anzeiger berichtet, werden Fördergelder im Umfang von mehreren Millionen Franken nicht verwendet. Der Bund greift Firmen finanziell unter die Arme, um die Frauenförderung in der Wirtschaft anzukurbeln. Doch die Firmen holen das Geld nicht ab.

Clivia Koch, Präsidentin des Verbandes Wirtschaftsfrauen Schweiz, äussert sich gegenüber dem Tagesanzeiger. Es sei keine Frage des Geldes, sondern des Engagements, so Koch.

Dass es auch anders geht, beweisen die Wirtschaftsfrauen Schweiz. Unter der Schirmherrschaft des Verbandes wird das Programm Female Leader lanciert. Das Programm baut auf einem ganzheitlichen Ansatz auf, der sowohl die Schulung und Beratung wie auch die Vermittlung von qualifizierten Frauen für Exekutivmandate umfasst. Zentral ist, dass nicht nur die Frauen selbst, sondern auch die Unternehmen sensibilisiert werden, um bestehende Hürden rechtzeitig abzubauen. Mehr Informationen zum Programm Female Leader folgen in Kürze.

Zum Tagesanzeiger Artikel vom 14.04.2015

Die Gleichstellung der Geschlechter ist in der Bundesverfassung verankert aber noch nicht realisiert. Damit Chancengleichheit Realität wird, muss sie von allen verwirklicht werden. Das ist eine politische Querschnittaufgabe.


Der Bundesrat hat 2007 das Nationale Forschungsprogramm NFP 60 Gleichstellung der Geschlechter zum Thema Lohn(un-)gleichheit in Auftrag gegeben. Die Studie hat interessante Ergebnisse zu Tage gebracht, die auch für den politischen Diskurs einwirken werden. Bereits bei Arbeitsbeginn besteht ein nicht zu erklärender Lohnunterschied von satten 7 Prozent zwischen den Geschlechtern.


Die Autoren des Forschungsprogramm fordern:

•         Lohngleichheit: gleichwertige Arbeit gleich entlöhnen
•         Soziale Absicherung: für atypische Arbeitsverhältnisse und unbezahlte Care-Arbeit
•         Faire Bewertung und Bezahlung von Care-Arbeit
•         Familienfreundlichkeit: Mütter und Väter fördern
•         Arbeitsklima: Belästigungsfreiheit garantieren
•         Erwerbs- und Karrierechancen: Gleichstellung für alle gewährleisten
•         Zielerreichung: den Wandel am Arbeitsmarkt vorantreiben

Der Synthesebericht des NFP 60 bündelt die Ergebnisse und setzt Impulse zur Verbesserung von Gleichstellung, Chancengleichheit und Wahlfreiheit für Männer und Frauen in vier Handlungsfeldern.

Synthesebericht:
>  Vollversion

>  Vereinbarkeit von Familie, Bildung und Beruf

Wir freuen uns, Sie zur jährlichen Mitgliederversammlung am 9. April 2015 einzuladen. Die Versammlung beginnt um 18 Uhr und findet im Ramada Plaza Hotel & Conference Center am Messeplatz 12 in Basel statt.

Anmeldungen sind erbeten entweder eingeloggt über die Homepage oder per Mail bis Freitag, 3. April 2015, an unsere Geschäftsstelle.